Poetry Non Grata


Einmal nachts in Berlin
September 12, 2007, 8:49 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Angst, Berlin, Gedichte, Liebe, Nacht, Sehnsucht, Urban

Einmal nachts in Berlin

Einmal nachts in Berlin
glaubte ich Dich zu sehen
als der Mond ganz hell schien
sah ich Dich weit fort gehen

Und ich schrie Dir hinterher
und ich weinte laut vor Schmerzen
ich rief: »Ich brauche Dich! Komm her!«
und um mich herum erloschen alle Kerzen

Ich stand in diesem dunklen Raum
und ich fühlte wie ich falle
doch ich spürte den Aufwind kaum
und hörte Deine Stimme aus der Eingangshalle



Einmal nachts in Dresden
September 12, 2007, 8:46 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Angst, Dresden, Gedichte, Liebe, Musik, Sehnsucht, Urban

Einmal nachts in Dresden

Du stehst draußen auf dem Balkon
und neben Dir steht die Stadt
Du summst diesen einen Song
und alle außer Dir sind wach

Alle außer Dir sind wach
und alle rennen gegen die Zeit
Du rauchst hundert Zigaretten in dieser Nacht
Du hoffst Nikotin lindert Dein Leid

Du hoffst Nikotin lindert Dein Leid
vielleicht hast Du Angst, dass sie Dich verlässt
vielleicht hast Du Angst ihr habt keine Zeit
vielleicht hast Du Angst, dass ihr euch vergesst



Ich gehe
September 9, 2007, 10:10 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Erinnerung, Gedichte, Leben, Leipzig, Trennung

Ich gehe

Ich muss raus hier, ich muss gehen
ich muss weg hier, Neues sehen
ich muss folgen, ich bin gezwungen
ich muss Dich verlassen, hast Du gesungen

Ich geb’ mich weg und geb’ mich her
ich geb’ mich auf, ich geb’ nicht mehr
ich suche Leben, suche Geschichte
ich suche Vergangenes, ich suche Verzichte

Ich liebe Dich, ich liebe die Stadt
ich liebe es hier und ich hab’ es satt
ich zähle Stunden, zähle Tage
ich zähle Antworten auf eine Frage

Ich vergesse Orte, vergesse Emotionen
vergesse Erinnerungen, vergesse Situationen
ich sah schon alles, ich sah die Gesichter
ich sah die Opfer, ich sah die Richter

Ich gehe weg und ich gehe jetzt
ich geh’ unter und ich geh’ verletzt
ich geh’ heute und ich geh’ weiter
ich geh’ im Guten und ich gehe leider

Ich gehe



Gewissermaßen ein Gedicht über Beziehungen
September 9, 2007, 6:30 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Erinnerung, Freie Form, Gedichte, Liebe, Trennung

Gewissermaßen ein Gedicht über Beziehungen

Verlassen an einem Montag
sitzt er still und erinnert sich
an ihren Augenaufschlag
aber nachtrauern hilft jetzt nicht

Bereuend an einem Dienstag
weint sie und sieht, dass auf dem Tisch
noch immer sein kleines Buch lag
und fühlt sich plötzlich fürchterlich

9. September 2007

Gewissermaßen ein Gedicht über Beziehungen



Nachts bin ich
September 8, 2007, 3:58 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Freie Form, Gedichte, Liebe, Nacht, Selbstverständnis

Nachts bin ich

Nachts bin ich alles zweifach
Und der Mond ist mit mir
Nachts bin ich immer wach
Heute lachen, morgen weinen wir

Nachts zähle ich Gefühle
Eins, zwei, drei, sieben, acht, neun
Nachts verteil’ ich Schwüre
Heute genießen, morgen bereuen

Nachts kann ich nicht schlafen
Reime und Rhythmen im Sinn
Nacht war’s als wir uns trafen
Heute zweifle ich was ich bin

Nachts zitiere ich aus Liedern
zu jeder Zeit das passend’ Wort
Du traust Nichts zu erwidern
Heute hier, morgen schon fort

8. September 2007

Nachts bin ich



Neue Lieder
September 8, 2007, 3:21 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Freie Form, Gedichte, Natur, Sehnsucht

Neue Lieder

Es wird Zeit neue Lieder zu singen
Ich will, dass neue Saiten klingen
Ich will, wieder neue Texte schreiben
neue Worte die mich hinaus treiben

Raus aufs Meer und hoch ins Licht
zu den Wolken, dahin will ich.
Es wird Zeit frohe Lieder zu singen,
die mich dahin und weiter bringen.

08. September 2007

Neue Lieder



Abschied von Liebes Leipzig
September 7, 2007, 11:57 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Erinnerung, Freie Form, Gedichte, Leipzig

Abschied von Liebes Leipzig

Ich allein gegen die Welt
und Connewitz steht hinter mir
Regen fällt fast wie bestellt
ein Feuer bricht aus neben mir

Sie will nicht, dass ich geh
ich hab sie verraten, ich weiß
ein guter Abschied ist laut und tut weh
der beste ist lauter und tränenreich

Ich sang
und ich trank
und ich lauschte und lachte
und dachte
ich sei gefangen
und bin doch einfach gegangen

7. September 2007

Abschied von Liebes Leipzig



Ein Sturm
September 6, 2007, 11:09 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Freie Form, Gedichte, Leben, Liebe, Natur

Ein Sturm

Hörst Du den Sturm draußen hinterm Fenster?
Man könnte meinen es tobt das Leben.
Aber glaub mir es sind nur Gespenster
die sich willenlos der Nacht ergeben.

Sie singen mit den wehenden Weiden
und sie tanzen durch die dunklen Straßen.
Sie werden von dem Chaos begleitet
das ausbrach als wir uns damals trafen.

Hinterm Fenster weht der lauteste Wind.
Wir sollen JETZT rausgehen vor die Tür
wo die Welt laut unsere Lieder singt
und wo ich das Leben in Farbe spür’.

Glaub mir, ich war bisher noch nie so wach
und ich weiß sicher was ich hier tue.
Weil plötzlich mit Dir dieser Sturm ausbrach.
Nun lässt mir das Chaos keine Ruhe.

Verstehst Du nun, dass wir am Leben sind?
Vielleicht lacht man über uns ja zurecht,
Aber uns geht es besser, ihnen schlecht.
Mit offenen Augen liebt es sich blind.

Die Blätter sind von den Bäumen geweht
Das Chaos nimmt uns in seine Arme
auf allen Wänden steht nun Dein Name
und ich weiß, dass er für immer da steht.

06. September 2007

Ein Sturm