Poetry Non Grata


Fenster zum Hof
Oktober 30, 2007, 9:50 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Allein, Angst, Einsamkeit, Gedichte, Leben

Fenster zum Hof

Vor Deinem Fenster stehen wilde Tiere
die Dich bedrohen. Hab ich Recht?
Also verschließt Du Augen und Deine Türe
und dennoch wird Dir vor Angst schlecht!

Du hast lange keine Lust zu kämpfen
Du stehst rum und Du schaust zu
windest Dich schreiend unter Krämpfen
und betest das Unheil ließe Dich in Ruh

Aber bald zerbrechen die Fenster
und die grausame Schar fliegt ein
Du tötest, kämpfst gegen Gespenster
Du redest, überzeugst Dein Herz bleibt rein



Die letzten Worte
Oktober 29, 2007, 7:48 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Abschied, Beziehungen, Erinnerung, Gedichte, Liebe, Trennung, Verlassen

Die letzten Worte

Er stahl mir meinen Sommernachtstraum
den ich für mich verplante
er sagte er liebte, doch er liebte mich kaum
nicht, dass ich es erahnte
doch irgendwas lies es mich vermuten
als die Zeit verschwand
und ich verschwendete die Nächte im Guten
und nun verschwindet dieses Band
denn fesseln lasse ich mich nicht nochmal
Du spielst mit Naivität
umschreibst die Situationen banal
und wirst zur Banalität
für mich und für Freunde und für alle herum
Deine Tarnung wird verfliegen
im Flug drehst Du Dich tränenreich um
und beteuerst erneut mich zu lieben.

Ich gähne.
Und ziehe in Erwägung zu gehen.
Doch ich bleibe.
Denn ich will Dich untergehen sehen.



Trennungsgespräch
Oktober 28, 2007, 5:44 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Beziehungen, Gedichte, Selbstverständnis, Trennung, Verlassen

Trennungsgespräch

»Warum lügst Du mich an?«
- »Du wusstest es längst?«
»Wo vor hattest Du Angst?«
- »Dass Du mich verlässt!«

»Ist das jetzt schlimm?«
- »Nein, es geht irgendwie.«
»Weil ich nicht böse bin?«
- »Nein. Ich liebe jetzt sie.«



Gewissermaßen ein Gedicht über Verliebtheit
Oktober 22, 2007, 7:17 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Gedichte, Liebe, Menschen, Sehnsucht, Verliebtheit

Gewissermaßen ein Gedicht über Verliebtheit

Ich bekomme immer was ich will
darüber, Liebster, sei Dir gewiss
Ich verhalte mich mucksmäuschenstill
Dich bring ich schon zum Kompromiss

Es kann nicht gesund sein was Du tust
die Erkenntnis wirst Du auch erlangen
und mich umgibt Abenteuerlust
werd’ Dich jagen, finden und fangen

Dich geb’ ich nicht so einfach her
das hättest Du schon wissen müssen
sinnlos scheint jede Gegenwehr
schon bald verlierst Du Dich in Küssen

Darauf folgt hoffentlich die Einsicht
dass Du mir sicher nicht entkommst
dass meine Entscheidung nie umbricht
und Du nur SO an Dein Glück kommst

Ich will Dich haben und ich krieg Dich
da führt jetzt kein Weg herum
Du entkommst mir ganz sicher nicht
- ich glaub ich bring Dich besser um!



Spiel
Oktober 22, 2007, 1:20 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Beziehungen, Gedichte, Liebe, Menschen

Spiel

Manchmal schmerzt das
nicht bestimmt, eher allgemein
denn das Herz Ass
setzt leider auch der Gegenüber ein

Es ist schon seltsam
wie sich das Blatt schnell wendet
und ich merke an
er hat mich noch dazu geblendet

Ich wusste zwar
was sich dahinter verbirgt
aber ich war
trotzdem viel zu verwirrt.

inspiriert von dem Song »Herz Ass« von Anajo



Weisheits(ver)suche
Oktober 20, 2007, 3:12 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Gedichte, Leben, Menschen, Selbstverständnis, Wissen

Weisheits(ver)suche

Das gibt also das Leben her?
Immernoch und weiter lernen
ich versuche mich interdisziplinär
und greife zu oft nach den Sternen

Und trotzdem bleibe ich enfernt
von dem was Wahrheit mir verspricht
denn eines habe ich bisher gelernt
Menschen, die zögern leben nicht



Abschied von Freunden
Oktober 17, 2007, 3:54 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Abschied, Altenburg, Erinnerung, Gedichte, Menschen, Trennung, Zukunft

Abschied von Freunden

Im Schlosspark lag ich einst benommen
vom Aufbruch und vom Alkohol
jetzt kann das neue Leben kommen
dacht’ ich und fühlt’ mich wohl

Frühling war’s zu jener Zeit
und die Sonne stand ganz hoch
ich denke, es war Mittags um Eins
als es mich in die Zukunft zog

An ihrer Schulter lehnte ich
in seinem Schoß legt’ ich mich nieder
und ich ahnte innerlich
die meisten sehe ich nie wieder

Nun, Trennung muss nicht immer
mit Trauer gleichbedeutend sein
doch hier in meinem Altbau-Zimmer
stellt sich ganz langsam Wehmut ein

an den Abi Jahrgang 2007, Altenburg. Irgendwie waren wir alle besser als Kunst!

Schlosspark Altenburg, Letzter Schultag 2007



Die Sonne über Ost-Berlin
Oktober 16, 2007, 9:45 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Berlin, Gedichte, Menschen, Natur, Urban

Die Sonne über Ost-Berlin

Die grauen Wolken ziehen vorbei
als wären sie nur noch Statisten
ich lächele ganz müde als dabei
die grauen Wolken regen missen

Tristesse spricht aus seinen Augen
in denen ich mich gleich verliere
es wird mir heut noch den Schlaf rauben
Du fragst warum hier jeder Trauer schiebe?

Weil keiner heut die Sonne sah
die so hell schien über Ost-Berlin
ihr Gold glänzte unberührt und klar
doch niemand blickte richtig hin



Verlassen
Oktober 15, 2007, 1:20 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Allein, Gedichte, Liebe, Menschen, Selbstverständnis, Trennung

Verlassen

Ich habe mich verlassen
auf alles was seinen Mund verließ
dann wurde ich verlassen
weil er Liebe unterließ

Ich habe mich verlassen
auf das was ich im Spiegel sah
ich habe mich fallen gelassen
denn nichts von alle dem war wahr



Luxure Et Passion
Oktober 15, 2007, 11:45 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Gedichte, Menschen, Nacht, Unverständnis

Luxure Et Passion

Ich versteh nicht was Du sagst
ich spreche Deine Sprache nicht.
Keine Ahnung ob Du mich magst
vielleicht lügst Du mir ins Gesicht.

Ich gebe mir die größte Mühe
aber ich höre nicht mal Worte raus
außerdem ist es schon in alle Frühe
meine Konzentration setzt aus.

Ich weiß nicht wovon Du sprichst
aber ich höre Dir einfach weiter zu.
Ich verstehe zwar Deine Sprache nicht
doch schließlich sprichst hier Du!